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Freitag, 3. Juni 2011

Samsung Galaxy Tab 10.1v Tablet-Leichtgewicht mit großem Display


Das Samsung Galaxy Tab 10.1v ist für sein Riesen-Display überraschend leicht – es wiegt sogar weniger als das kleinere iPad 2 von Apple.
Mit dem Galaxy Tab 10.1v bringt Samsung sein erstes Zehn-Zoll-Tablet auf den Markt. Das Gerät wurde auf dem Mobile World Congress im Februar noch ohne „v“ angekündigt. Nun trägt diesen Namen aber eine zwei Millimeter dünnere Variante, die Samsung ab Mitte Juni verkaufen will. Das „v“ steht außerdem für Vodafone. Das Gerät ist nur hier zu haben. Aber keine Sorge: Das Testgerät funktionierte auch mit einer O2-Datenkarte, es scheint also nicht auf ein bestimmtes Netz festgelegt. Das ist auch richtig so, denn Vodafone verkauft es auf Wunsch ganz ohne Vertrag.

Vergleichen kann man das Galaxy Tab 10.1v am besten mit dem iPad 2 mit UMTS und 16 Gigabyte Speicher. Dieses Modell kostet 600 Euro – Samsungs Kandidat 60 Euro mehr. Dabei haben beide Geräte überraschenderweise recht ähnliche Schwächen. Weder iPad 2 noch Galaxy Tab 10.1v sind erweiterbar. USB-Anschluss, HDMI, Speicherkarteneinschub: Fehlanzeige. Das ist bei Samsungs Tablet-Computer besonders schade, denn das darauf laufende Android 3.0 steht eigentlich für Offenheit. Zudem meldet sich das Galaxy Tab beim Anschließen am Computer statt als normales USB-Gerät stets auf eine ganz spezielle Art (MTP, Media Transfer Protocol), was die Verwendung an Computern ohne Windows unnötig verkompliziert.

Akku vergessen?
Dafür bekommt man in beiden Fällen gutes Design in die Hand. Das Galaxy Tab 10.1v wirkt vergleichsweise riesig, obwohl sein Bildschirm gar nicht so viel größer ist. Das Display leuchtet hell und kontrastreich. Umso überraschter ist man, wenn man das Gerät in eine Hand nimmt: Es wirkt so leicht, dass man unwillkürlich meint, das Einlegen des Akku vergessen zu haben. Doch den kann man nicht vergessen, denn er ist wie beim iPad 2 fest eingebaut. Das Galaxy Tab 10.1v hat trotz des stromzehrenden Bildschirms eine ganz ordentliche Laufzeit von fünf bis sechs Stunden mit WLAN – dabei hilft ihm ein großer Akku. Der ist wohl auch dafür verantwortlich, dass das Modell etwas dicker ausfällt als die Konkurrenz.


Wenig zu kritisieren gibt es an den Multimediafähigkeiten. Der Doppelkernprozessor macht das Galaxy Tab 10.1v schnell genug, um auch bei Spielen eine gute Figur abzugeben. Der Stereosound quillt zwar aus kleinen Schlitzen an der Seite des Geräts, klingt aber trotzdem annehmbar – auch wenn man das Tablet ablegt. Die Kamera schießt zumindest bei guter Beleuchtung annehmbare Fotos, die dank acht Megapixeln Auflösung auch zum Vergrößern geeignet sind. Bei weniger Licht rauscht der Sensorchip allerdings stark, was man durch das große Display auch ohne Vergrößerung bemerkt. Videos (in 720p) kann das Galaxy Tab 10.1v ebenfalls aufnehmen, Samsung installiert dazu sogar eine kleine Videoschnitt-Software.
FAZIT: SCHWERE ENTSCHEIDUNG
Das Galaxy Tab 10.1v kann sich von der Konkurrenz nicht wirklich absetzen. Samsung hat sich vielleicht sogar zu sehr an Apple orientiert. Dafür spricht auch, dass man nun im Monatsabstand extra noch ein Modell nachschiebt, dass zwei Zehntel Millimeter dünner als das iPad 2 ist. Aber wenn ich mit einem geschlossenen System gut leben kann, dann nehme ich doch gleich lieber das Original. Zumal das Samsung-Gerät auch noch etwas teurer ist.

Dienstag, 31. Mai 2011

Samsung Galaxy S2: Die flache Versuchung


Am Montag ist das Samsung Galaxy S2 in den Handel gekommen - und schon ausverkauft. Doch was taugt das dünne Samsung Galaxy S2 mit schnellem Doppelkern-Prozessor?

Von Michael Spehr

31. Mai 2011 2011-05-31 15:16:00

Mehr Tempo ist angesagt: Nach den PCs drängen jetzt auch im Smartphone-Markt die superschnellen Boliden mit Doppelkern-Prozessor in den Markt. LG bringt das P990 Optimus Speed, HTC das Sensation und Samsung das Galaxy S2. Letzteres wird ein Knüller, das zeigen die Vorbestellungen - und bei vielen Händlern ist es schon vergriffen. Den Charme des zweiten Galaxy macht zunächst die Bauform aus. Es ist geradezu unglaublich dünn: 8,5 Millimeter, und selbst an der dicksten Stelle nur 9,4 Millimeter. Das S2 ist größer als ein iPhone 4, es misst 12,4 x 6,6 Zentimeter, kommt aber mit leichten 116 Gramm daher. Bei der Display-Fläche zeigen sich die Unterschiede zum Apple-Smartphone noch deutlicher: 9 Zentimeter versus 11, das ist ein Wort. Indes verzichtet das S2 auf einen schützenden Metallrahmen, es ist vollständig aus Kunststoff gefertigt, und die Rückseite ist ein hauchdünnes Kunststoff-Plättchen, das man mit einiger Kraft abrupfen muss, um an Sim- und Speicherkarte sowie Akku zu gelangen. Trotzdem wirkt das Galaxy robust, nur passt es eben nicht mehr in manche enge Hosentasche.

Das Display verwendet die „Super Amoled Plus„-Technik, und hinsichtlich Schärfe, Kontrast und Farbdarstellung macht ihr so schnell niemand etwas vor. Videos und Spiele erscheinen knackscharf. Nur draußen bei strahlendem Sonnenschein wandelt sich das Bild: Hier ist die Amoled-Anzeige tendenziell zu dunkel und schlecht ablesbar, das iPhone 4 macht's besser. Ungeachtet der riesigen Diagonale bleibt die Displayauflösung bei klassentypischen 800 x 480 Pixel. Das HTC Sensation hingegen schafft auf einer ähnlich großen Fläche 960 x 540 Punkte, und mit dem Taiwanesen sieht man folglich bei WWW-Seiten mehr. Zwei Sensortasten am unteren Bildschirmrand führen in die Menüs, eine Haupt-Taste dazwischen arbeitet mechanisch. Insgesamt gefallen Optik, Anmutung und Verarbeitungsqualität. Im täglichen Umgang macht das S2 jede Menge Spaß.

Dank des mit 1,2 Gigahertz getakteten Doppelkern-Prozessors erreicht das Galaxy ein durchgehend flottes Arbeitstempo. Reaktionszeiten? Was ist das? Hier bleiben wirklich keine Wünsche offen, und das betrifft die technische Ausstattung gleichermaßen. Die Mobilfunkabteilung erreicht mit HSDPA+ bis zu 21 Megabit pro Sekunde, eine entsprechende Versorgung durch die Netzbetreiber vorausgesetzt. Keine Schwächen ebenfalls bei Wireless-Lan, GPS und Bluetooth. Nur sei erwähnt, dass das erste Galaxy das Bluetooth-Profil Sim Access für besonders hochwertige Auto-Freisprechanlagen unterstützte. Dieses feine Detail ist nun weggefallen. Ferner fehlt ein Sensor für NFC, „Near Field Communication“, die für elektronische Bezahlvorgänge mit dem Smartphone unabdingbar ist.

Als Betriebssystem kommt Android in der vorletzten Version 2.3.3 zum Einsatz, und darüber stülpt Samsung seinen Aufsatz TouchWiz V4.0. Diese nicht entfernbaren Erweiterungen des Android-Systems, die auch Motorola, Sony Ericsson und HTC vornehmen, sind ein Missstand ohnegleichen. Die Hardware-Hersteller wollen sich als Software-Lieferanten profilieren, und dieser Versuch geht regelmäßig schief. Nicht nur, dass Symbole und Menüs weniger schön gezeichnet sind. Es schleichen sich zudem Fehler und Kompatibilitäts-Probleme ein, die „Android pur“ nicht kennt. Systemressourcen wie Speicher und Prozessorleistung werden beeinträchtigt. Und schließlich blockieren diese Aufsätze eine zeitnahe Aktualisierung von Android.

Zugegeben: TouchWiz 4 ist nicht so „schlimm“ wie manch anderes Produkt, aber gravierende Beeinträchtigungen haben wir gleich gefunden: So fehlt die Internet-Telefonie, die bei Android 2.3.3 zur Serienausstattung gehört. Bei der Telefon-Wähltastatur funktioniert die Vanity-Wahl über den Nachnamen nicht, und das schwerwiegendste Problem besteht darin, dass alle Daten aller Googlemail-Konten selbst dann synchronisiert werden, wenn man den Datenabgleich ausdrücklich deaktiviert. Das Resultat beispielsweise: Wir konnten im Auto mit dem Bluetooth-Freisprecher nicht mehr sinnvoll auf das Telefonbuch zugreifen, denn statt der gewohnten 450 Einträge fanden sich dort weitere 1000 Kontakte eines zweiten Google-Kontos, teils mit veralteten Rufnummern, und das Ganze kunterbunt durcheinandergemischt. Dutzende von banalen Samsung-Apps blockieren beim S2 den Speicher, man möchte sofort aufräumen und löschen, aber das geht eben nicht.

Jedoch hat TouchWiz auch seine Vorteile. Es ist vergleichsweise dezent, wenig aufdringlich und bringt einige Vorzüge mit, die man schnell schätzt: Etwa die Möglichkeit, Ordner für Apps einzurichten -- wie beim iPhone. Oder die spektakuläre Samsung-App „Kies Air“, die eine „Fernsteuerung“ des Smartphones im Browser-Fenster erlaubt, sofern PC und Gerät im selben W-Lan eingebucht sind. Auf diese Weise lassen sich nicht nur Bilder auf den Computer übertragen, sondern auch die Kontakte verwalten oder SMS schreiben. Als Pluspunkt zählen wir ferner die Sprachsteuerung von Vlingo, die mit doppelter Betätigung der mechanischen Taste startet. Sie erlaubt nicht nur die Sprachwahl von Einträgen aus dem Telefonbuch, sondern eine durchgängige Sprachsteuerung inklusive Diktierfunktion. Zwar ist die Software noch nicht perfekt an die deutsche Sprache angepasst und die Erkennungsleistung nicht so hoch wie bei den vergleichbaren Nuance-Produkten, aber die App gefällt. Beim Einsatz im Auto muss man allerdings den Menüeintrag für Bluetooth-Eingaben deaktivieren und das Galaxy in die Hand nehmen.

Wie bei Samsung üblich, ist auch DLNA (Digital Living Network Alliance) eingebaut. Das Protokoll erlaubt es, Multimediales aller Art via Wireless-Lan im Heimnetzwerk zu verschicken und zu empfangen. Neu ist WiFi Direct, ein Standard der WiFi Alliance, der eine flinke Dateiübertragung gestattet, und zwar ohne Router oder Access-Point in einer Eins-zu-Eins-Kommunikation. Dieses schicke Details funktioniert jedoch mit der aktuellen Firmware noch nicht.

Die Kamera des Galaxy S2 bietet 8 Megapixel, ein LED-Licht schaltet im Dunklen zu. Zwei Dinge stören: Der unsäglich laute Auslöse-Sound, selbst bei stummgeschaltetem Gerät und die behäbige Arbeitsweise des Autofokus. Die Bildqualität ist draußen sehr gut und lässt in schlecht beleuchteten Innenräumen sichtbar nach. Videos zeichnet das S2 mit Full-HD (1080p) auf, und mit einem Adapter aus dem Zubehörprogramm lassen sich diese über den Micro-USB-Anschluss am Fernsehgerät mit HDMI wiedergeben.

Bei allen Androiden ist die Akku-Laufzeit ein wunder Punkt. Nach einigen Tagen des intensiven Ausprobierens musste sich das Galaxy S2 im typischen Alltagsbetrieb bewähren. Während das iPhone 4 mit Telefonaten, E-Mail, Twitter und Musikbetrieb bei uns anderthalb bis zwei Tage mühelos absolviert, ging dem Koreaner regelmäßig am frühen Abend die Puste aus. So bleibt also ein klares Fazit: Zusammen mit dem HTC Sensation, das wir demnächst vorstellen, ist das Samsung Galaxy S2 ein Top-Androide, den man empfehlen kann. Ungeachtet des hohen Preises von 600 Euro. Was die erwähnten Einschränkungen und Mängel betrifft, könnte ein Firmware-Update kleine Wunder wirken.

Quelle: http://www.faz.net/artikel/C31158/samsung-galaxy-s2-die-flache-versuchung-30410684.html

Montag, 30. Mai 2011

Samsung bestätigt Galaxy S3 für Anfang 2012


Samsung hat bekannt gegeben, dass es Anfang 2012 das Galaxy S3 herausbringen wird. Eine erste Präsentation dürfte im Februar auf dem Mobile World Congress in Barcelona anstehen. Daneben plant der südkoreanische Hersteller auch ein LTE-Tablet, das schon Ende des Jahres erscheinen soll, wie J.K. Shin, Präsident von Samsungs Mobilfunksparte, gegenüber Engadget bestätigte. Man befinde sich bereits im Gespräch mit Providern in den USA und Südkorea.

Schon im Juni wird Samsung Shin zufolge die 10,1-Zoll-Version des Galaxy Tab veröffentlichen. Ebenfalls noch im Sommer folgt das Galaxy Tab 8,9. Im Gespräch mit dem Wall Street Journal erklärte Shin, sein Unternehmen werde bei Tablets auch in Zukunft stark auf Android setzen.

"Android ist die am schnellsten wachsende Plattform und auch der Markt deutet in seine Richtung, deswegen reiten wir die Welle", erklärte Younghee Lee, Senior Vice President für Verkauf und Marketing. Shin zufolge will sich Samsung von Apple abheben, indem es verschiedene Tablet-Größen anbietet.

Shin sprach mit dem WSJ zudem über den aktuellen Patentprozess. Samsung hatte Apple kürzlich via Gericht aufgefordert, verkaufsfertige Modelle von iPad 3 und iPhone 5 zur Prüfung vorzulegen. So wolle man sicherstellen, dass die eigenen Produkte keine Apple-Patente mehr verletzten, wie in einer Klage vom April behauptet.

"Wir haben Apples Design nicht geklaut", sagte Shin. "Wir haben in den vergangenen Jahren viele ähnliche Designs verwendet. Die Anschuldigungen werden rechtlich nicht problematisch sein." Laut WSJ deutete Shin an, dass sich die Klage ausweiten könnte, nannte jedoch keine Details.